Warum Fette wichtig sind für unsere Hormone

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Warum Fette wichtig sind für unsere Hormone

Das Thema Fett wird leider viel zu oft negativ betrachtet. Viele setzen Fett in direkten Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme, dass mag schon stimmen, doch kommt es definitiv auf die Qualität und die Quantität von Fetten an. Das ist sehr wichtig, denn gesunde Fette sind für uns lebensnotwendig. Unser Körper braucht sie „für schlechte Zeiten“ und unser Gehirn benötigt die Fette um die tägliche Energie leisten zu können. Doch das ist nicht alles, auch unser Hormonhaushalt benötigt gesunde Fette um in Balance zu bleiben. In diesem Artikel erkläre ich Dir welche Fette gesunden und ungesund sind und warum sie so wichtig für unsere Hormone sind.

Fett ist einer der drei Bestandteile von Makronährstoffen (Fett, Protein und Kohlenhydrate). Für einen gesunden Hormonhaushalt ist es sehr wichtig, dass man die richtige Kombination aus den drei Makronährstoffen hat. Anscheinend ist es sogar so, dass das Ungleichgewicht der Hormone bei einer Frau in den 90er erst began, dies kann darauf zurückzuführen sein, da es damals Trend war sich einer Low-Fat-Diät zu unterziehen. Wenn man nun weiß, dass Hormone aus Fett und Cholesterol entstehen ist es nur logisch, dass Fett unvermeidbar für einen geregelten Hormonhaushalt ist.

Vielmehr möchte ich in diesem Artikel auf die Wichtigkeit von Omega 3 und Omega 6 eingehen. Diese beiden sind essentielle Fettsäuren und werden nicht wie andere Fette in unserem Körper produziert, sondern müssen von uns über die Ernährung aufgenommen werden. Studien besagen, dass das Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren von 4:1 bestehen sollte. Doch die Realität sieht leider etwas anders aus, so nehmen die meisten Menschen durch eine normale Ernährungsform ein Verhältnis von 20:1 zu sich. Das ist definitiv kein Gleichgewicht und führt unserem Körper Schäden zu und bringt den Hormonhaushalt durcheinander.

Doch woher bekommen wir Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren?

Omega 3: Fisch (Lachs, Sardinen, Makrelen, Hering, Thunfisch), Pflanzlichen Öle (Leinöl, Hanföl, Wallnussöl) und Chiasamen

Omega 6: Nüsse (Wallnuss, Paranüsse), Öle (Distelöl, Sonnenblumenkernöl) und Chiasamen

Nun ist es aber sehr wichtig zu wissen, dass man sich auf die Lebensmittel mit der richtigen Verhältnismenge fokussieren sollte. Hervorragende Lebensmittel dafür sind:

  • Leinöl und Leinsamen
  • Paranüsse
  • Chiasamen
  • Rapsöl
  • Wallnüssen
  • Butter (von mit Gras gefütterten Tieren)
  • Lachs aus Wildfang

Bei tierischem Fett würde ich immer darauf achten, dass die Tiere mit Gras gefüttert wurden. Dies ist heute leider keine Norm mehr, da die meisten Tiere mit Soja oder Mais ernährt werden. Doch gerade das Gras macht es aus, dass ein Tier gesund ist. Wenn wir es also essen, sollten wir darauf achten, dass es auch gesund ernährt wurde. Werde die Tiere nun mit Getreide wie Soja und Mais gefüttert, erhalten sie selbst schon einen zu hohen Anteil an Omega 6. Frisches Gras hingegen hat weniger Omega 6 und dafür mehr Omega 3.

Meine persönliche Erfahrung mit Fetten war sehr gravierend. Ich hatte nämlich nach dem Absetzen der Pille total auf Fett verzichtet. Da ich zusätzlich noch eine Schilddrüsenunterfunktion hatte, war meine Angst vor einer Gewichtszunahme zu groß. Heute weiß ich aber, dass es der falsche Ansatz war. Denn ich habe nicht nur an schlechten Fetten sondern auch an den guten gespart. Schritt für Schritt habe ich dann Leinöl und Nüsse in meinen Ernährungsplan eingebaut. Zugenommen habe ich dadurch natürlich gar nicht, im Gegenteil ich habe nur positive Erfahrungen damit gemacht. Die Fetten haben mein Immunsystem verstärkt, meine Konzentration wurde besser und ich hatte weniger entzündete Pickelchen. Es ist die richtige Kombination aus den Makronährstoffen, welche hier essentiell ist.

Nun noch mein Lieblingsrezept mit einem perfekten Omega 6 und 3 Verhältnis:

Chia Pudding

  • 200ml Hafermilch
  • 4 EL Chiasamen
  • 1/2 TL schwarzer gemahlener Sesam 
  • 1TL Agavensirup
  • 1 TL Leinöl

Einfach alle Zutaten vermengen und für mindestens 4 Stunden kühl stellen. Mit Früchten servieren und fertig.

 

 

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